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Hektor
Im Jahre 2004 wünschen sich eine Mutter und ihr Sohn
einen Familienhund: SIE möchte einen kleinen Hund, ER möchte einen
grossen Hund. Leserpreisfrage: wer hat gewonnen??? Wir alle wussten, dass der Sohn seinen Willen durchgesetzt hat, nicht wahr? (Was ihn aber sechs Jahre später leider nicht davon abhält, die Verantwortung für diesen Hund komplett abzulehnen!)Zu der Auswahl der im Welpen vererbten Rassen wurde vor der Übernahme keine erfahrene Auskunft eingeholt und so wurde ein Mischling aus zwei Jagdhund-Rassen ausgewählt. Sechs Jahre später kommt dieser Hund in die
Vermittlung, da sein Jagdtrieb und das damit verbundene Ziehen an der
kurzen Leine die kurz gewachsene Frau überfordern. Sechs Jahre ist der
falsche Hund in den falschen Händen gewesen – nun endlich hat er die
Chance, in richtige Halterhände und in die richtige Hundeschule zu
gelangen.
Es ist schade, dass Hektor nicht schon als ganz junger
Hund das Glück hatte, seinen Anlagen gemäss gefördert, eventuell sogar
„umgelenkt“ zu werden. Denn natürlich benötigt nur ein kleiner Teil der
Bevölkerung einen Hund, bei dem der Jagdtrieb stark ausgeprägt ist. Aber
viele Hunde mit dieser Eigenschaft haben gelernt, ihre Nase bei anderen,
erwünschten Verhaltensweisen einzusetzen und dadurch letztendlich eine
grosse Befriedigung im Hunde-Alltag zu bekommen.
Jemand, der den braven Hektor auf Grund seines schönen Gebäudes oder seiner Ausstrahlung übernehmen möchte, sollte wissen, dass das Übungsprogramm für mindestens die nächsten 12 Monate Schleppleinen-Training heisst.
Es wäre also von grossem Vorteil, wenn Sie wissen, was
eine Schleppleine ist, wie sie funktioniert und wie Sie selber den
Spaziergang mit ihr elegant in Angriff nehmen, ohne als „Schnürpaket“ am
Wegesrand liegen zu bleiben.
Wenn Sie dann zur Krönung der angestrebten
Um-Erziehung auch noch Spass an der Arbeit mit einem Hund haben und zu
guter Letzt vielleicht sogar das „Klickertraining“ beherrschen, dann
wüsste ich nicht, was Ihnen und Hektor noch fehlen könnte, um ein tolles
Team zu werden???
Vielleicht noch zwei gute Bücher, die Ihren
gemeinsamen Weg unterstützen können:
1.
Anti-Jagdtraining von Pia Gröning u. Ariane Ullrich. ISBN-Nummer: 978-3-9810821-2-8
zum Preis v. 22,90 Euro
2.
Auf und davon von Martina
Nau im Cadmos-Verlag erschienen für 10,90 Euro Beide Bücher sind sehr empfehlenswert und ich kenne
mehrere Hunde, die mit dieser Unterstützung zu Meisterschülern wurden.
Aber nun endlich einmal die Vorstellung DES Hundes, um
den es hier geht und der dringend auf ein neues, optimales Zuhause
hofft:
Gestatten?
Sein Name ist HEKTOR, er ist im Dez. 2004 als Mix aus einer Labradorin
und einem Deutsch Kurzhaar geworfen worden. Hektor ist kurz nach
Abschluss der Pubertät kastriert worden, ist regelmässig entwurmt und
geimpft und ist sowohl gechippt als auch mit EU-Pass ausgestattet und
registriert. Hektor hat Welpen- und Spielkurse, aber auch
Einzelunterricht mitgemacht und ist in der Hand eines richtigen
Hundeführers ein gut gehorchender Hund.
Grundsätzlich ist er sehr gut sozialisiert, hat mit
Artgenossen beiderlei Geschlechts keine Probleme – aber eben nur in
erfahrener Hand. Da seine Besitzerin beim Anblick eines anderen Hundes
bereits eine hohe Dosis Adrenalin ausschüttet und nervös reagiert, denkt
Hektor in ihrer Hand an seiner kurzen Hundeleine entsprechend, er müsse
sie beschützen. Wenn er zeitweise in einer Privat-Pflegestelle
untergebracht ist, verhält sich Hektor wie ausgewechselt.
Bei seinem Fototermin machte er einen guten Eindruck
auf mich: er ist zum Glück verfressen (immer perfekt in Verbindung mit
einer Ausbildung!), ist nicht schüchtern und ging wie selbstverständlich
auf dem fremden Areal an die Erforschung der Gerüche. Lediglich bei
Menschen, die sich relativ schnell zu ihm beugen, schreckt Hektor etwas
zurück. Eine typische Reaktion auf vorangegangene Dinge, über die ich
hier nicht spekulieren will. Fest steht aber, dass völlig überforderte
Hundehalter oft Dinge aus dem Affekt heraus tun, die wenig Sinn machen
oder aber den Hund lernen lassen, auf der Hut zu sein! Diese Tendenz wird Hektor in der Hand eines ruhigen
und gelassenen Hundeführers bald ablegen. Innerhalb der Wohnung ist
Hektor ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der brav auf die Zeit des
Spaziergangs wartet. Leider wird Hektor nicht per Brustgeschirr am
Fahrrad gefahren, das täte ihm in Zukunft gut, um sich einmal
auszuarbeiten. Ein gut tragender Apfelbaum wäre auch von Vorteil, Hektor
hat begeistert die reifen Äpfel unter dem Baum auf der Wiese verspeist…… Sollten Sie die vorhandene Apportier-Freudigkeit in
die richtigen Bahnen lenken können, wird Hektor alle Äpfel für Sie
einsammeln! Zu diesem Punkt wäre zu erwähnen, dass Hektor zwar gerne
geworfene Dinge auf Befehl zurück bringt, dabei aber kein sog.
„Ball-Junkie“ ist. Auf Befehl hört er sofort mit dem Spiel auf und ist
auch nicht ausser Rand und Band.
Ich denke, Sie sollten sich Hektor am besten einmal
anschauen (hier in Ost-Niedersachsen) und mir, bevor wir einen Termin
vereinbaren, bitte einmal schriftlich mitteilen, welche Erfahrung Sie in
Bezug auf Hunde haben, wie Sie wohnen und wie Hektor bei Ihnen gehalten
werden würde. Bitte
wie immer an info@hundshuus.de
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