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Vielleicht ist jemand der Hundshuus-Leser mit grossem
Herzen und noch grösserer Hunde-Erfahrung ausgestattet und kann dieser
verkorksten Seele helfen.
Zitierte mail an mich: Hallo Hundefreunde, Oskar braucht dringend Hilfe!
Rasse : Parson Jack Russel Terrier Geschlecht : Rüde, kastriert Geboren am : 27.03.2007 Züchter: in einer PJRT Zucht (Akazien Str. 54, 14979
Großbeeren (Kimberleys/ D) als „Casanova“. Vorgeschichte: Er wurde lt. 2. Besitzer als Welpe von
einer älteren Dame bei einer Züchterin gekauft, war der Rasse nicht im
geringsten gewachsen und meine es oft zu gut mit Casanova (wollte ihn vor
der ganzen Welt beschützen: riss ihn z.B. panisch in die Luft, wenn andere
Hunde kamen,...) Nach ca. ½ gab sie den Hund an: ein junges Paar ab. Diese Leute gaben sich viel Mühe,
hatten aber scheinbar zu hohe Erwartungen. Sie besuchten die Hundeschule
Zwanglos in Großbeeren und nahmen Unterricht bei einer Tierärztin (Rita
Brentrup). Dort wurde ein Therapieplan erstellt (allgemeine
Rangordnungsinfos, Infos zur Kommunikation, Infos zum Lernverhalten,
Ignorieren in best. Situationen, Aufbau von Ritualen zu Gunsten der
Besitzerin, Verbesserung der Grunderziehung in Verbindung mit besserer
Auslastung, Gegenkonditionierung Hundebegegnungen, Desensibilisierung u
Gegenkondit. Von Umweltreizen,...) und dazu gab es auch noch mal 4 Seiten
Informationen (Beschwichtigungssignale, Lernarten u.v.m. – was wohl auch
ausgiebig besprochen wurde). Nach ca 1/3 Jahr gaben die jungen Leute den
Hund ebenfalls auf und grenzten ihn aus ihrem Leben aus, manchmal sah er
seinen Zweibeiner vom Balkon aus zu, wie sie den Tag genossen. Wieder wechselte er den Besitzer, um nicht ins Tierheim
zu müssen. So landete das Tier zum wöchentl. Training bei mir in der
Hundeschule (Susanne Steinbrecher). Über Oskars Verhaltensprobleme gebe
ich weiter unten Auskunft. Wegen privater+ beruflicher Veränderung von
Herrn D., sollte Oskar mal wieder beinahe ins Tierheim gehen... Aber eine ältere Frau nahm ihn am 12.05.2010 zu sich,
auch wenn sie nicht wusste, auf was sie sich da einließ. Sie ging die
Unterlagen durch und rief mich in meiner Hundeschule an, da sie gleich mit
mir zusammen weiter trainieren wollte (zumal ich den Hund besser kannte
als sie). Gleich zu Beginn teilte sie mir mit, dass ihr mehrere
Dinge am Hund nicht gefallen und sollte er sein aggressives Verhalten
anderen Lebewesen gegenüber nicht ablegen, würde sie ihn lieber
einschläfern lassen, als ihn erneut weiter zu reichen. Oskars Verhaltensprobleme: Der Vollständigkeit halber müsste man an dieser Stelle
eigentl. auf die Geschichte der Rasse eingehen um besser verstehen zu
können, wie diese hübschen Rennfussel so ticken, aber aus zeitl Gründen
erspare ich mir diesen Aufwand. In der Wohnung/ im Büro konnte er nach Eingewöhnungszeit
problemlos allein bleiben, lernte aber nie bestimmte Zonen der Wohnung
nicht zu betreten. Schnell glaubte er von sich, der König des Universums
zu sein und so kam es auch schon vor, dass er seine Zweibeiner ankurrte,
wenn die ihn nicht auf der Couch haben wollten. Gebissen hat er meines
Wissens nach nicht. Es ist sehr wichtig, dass Oskar lernt Regeln und
Grenzen zu kennen, Impulskontrolle zu erleben und mit Frust umzugehen.
Seine Reizschwelle ist sehr gering und seine Stimmung kippt binnen
Sekunden. Man sollte mit ihm nicht ausprobieren, ob er z.B. auf 3
Meter schon bleib kann, sondern man muß von Anfang an dafür sogen, dass
alles 100% klappt! Man muß ihm auch zeigen, dass man ein eigenes Leben
führt und keinen vierbeinigen Schatten braucht, da Oskar dazu neigt seine
Umgebung kontrollieren zu wollen. Bei einem Kollegen in der Welpengruppe saß er zunächst
zitternd unter einer Bank, nutze aber die Chance hilflose Winzlinge (mit
Maulkorb) zurecht zu weisen. In einer anderen Welpengruppe war er
andauernd dabei, alle schnellen Hunde umschubsen zu wollen. Es lässt
sich nicht mehr genau zurückverfolgen wie und warum die verschiedenen
Probleme entstanden sind. Vermutlich handelt es sich nicht um schlechte
Erfahrungen sondern um Erfahrungsmangel. Es ist auffällig, dass er nicht
mal einfachste Spielaufforderungen von -ihm bekannten- Menschen auf dem
Fußboden versteht. Das einzige, was er gern mag ist: Beutespiel! Da sein
Beutetrieb sehr stark ist, muß man unbedingt dafür sorgen, dass er ihn nur
kontrolliert ausleben darf. Wenn er sein (aktuelles!!!!) zu Hause verlässt- scannt
er die ganze Umgebung ab. Er vertraut niemandem, nur sich selbst! Ein
Leben in der Stadt ist undenkbar, da es für den kleinen Mann größten
Stress bedeutet. Er wittert andere Hunde sofort und rastet aus, wenn
diese näher kommen. Mittels Klickertraining konnte (an einem Ort!!!)
bisher schon eine Distanz von 25 Metern- ohne sein unerwünschtes Verhalten
erreicht werden. Wer Oskar eine Chance ohne Gitterstäbe, Zeitdruck und
Verhaltensänderung auf Knopfdruck geben möchte, der muß wissen, dass er
nicht nur viel Geduld benötigt, sondern dass ein ganz normaler Alltag für
diesen Hund unglaublichen Stress bedeutet und dass man ihn nicht sorglos
überall mit hin nehmen kann oder ihn stetig neuen Situationen ausliefern
kann. Seit einer Woche ist er nun im Tierheim Wesendahl, doch ich
will die Hoffnung einfach nicht aufgeben, dass es doch jemanden gibt, der
sich dieser Herausforderung stellen möchte und einem kleinem Energiebündel
das Leben noch mal richtig erklären und vorleben möchte. Diese Zeilen schreib seine letzte Hundetrainerin: mobile Hundeschule
***************************************************************************** Oskar wäre rein theoretisch unter dieser Adresse zu
finden.
http://www.tierheim-wesendahl.de/ Die Tierheim-Seite ist jedoch nicht aktuell
aufgebaut und mager bestückt. Ich kann nur hoffen, dass dieser kleine Mann, der aus
niederen Gründen das Licht der Welt erblicken musste (oder würde seine
Geburtsstätte ihm sonst ein sofortiges Asyl verweigern?), nicht in der
grossen Anzahl der dort im Heim befindlichen Hunde untergeht und auch
seinen Problemen gemäss gefördert werden kann. Oder können SIE helfen? Kontakt bitte ausschliesslich über das Tierheim oder
Frau Steinbrecher. Das Hundshuus tritt hier nur als Multiplikator auf.
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