Flugreisen mit Hunden |
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Der Urlaubsplanende, der gerne seinen Hund auf eine Flugreise mitnehmen würde, ist ziemlich verloren, wenn er versucht, im Internet über die Suchmaschinen an Informationen zu gelangen. Ich möchte daher einige generelle Informationen zum Thema FLUGHUNDE/HUNDE AUF FLUGREISEN geben. Da das Thema sehr umfangreich ist, werde ich es in drei verschiedenen Teilen anbieten:
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3.Teil: Persönliche Erfahrungen ..........demnächst! + Special: Bonusmeilen für fliegende Tiere + hier Informationen des Verbraucherministeriums: Die neue Tierschutz-Transportverordnung
Sicher liegt es auf der Hand, dass sehr junge Hunde oder Hunde, die erst kurze Zeit in einer Familie leben und noch keine enge Beziehung aufgebaut haben, nicht dem Stress einer Flugreise ausgesetzt werden sollten. Es gibt zwar kein „Richt-Alter“, aber ich denke, ganz grob kann man sagen, ein Hund über einem Jahr müsste gefestigt genug sein, eine Flugreise antreten zu können. Haben Sie zwei kleinere Hunde, die bequem in eine grosse Flugbox passen, ist die Belastung für den einzelnen Hund natürlich weitaus geringer. Die Hunde sind zu zweit wesentlich gelassener. Aber ACHTUNG: Vorher die Erlaubnis aller beteiligten Fluglinien einholen, SCHRIFTLICH. Denn nicht jede Fluglinie erlaubt die Beförderung von zwei Tieren in einem Käfig. Eine mündliche Zusage nur einer Linie genügt nicht im geringsten, denn sollte das Bodenpersonal sich weigern, die Hunde einzuchecken, können Sie damit auch nichts ausrichten. Schon ein kleiner Tipp im Vorfeld: Gibt es Ärger beim einchecken, lassen Sie sich nicht auf zeitraubende Diskussionen mit dem Bodenpersonal ein. Verlangen Sie immer, den Supervisor/Vorgesetzten zu sprechen. Wir erleben in schöner Regelmässigkeit, dass die Damen und Herren am Schalter meist noch nie mit Tierbeförderung zu tun hatten und dadurch auch falsche Informationen weitergeben oder aber nicht wissen, wie sie selber vorzugehen haben.
Flughund
um jeden Preis?
Wenn Sie planen, für 10 Tage nach Mallorca zu fliegen, um dort zu wandern, ist die Überlegung gerechtfertigt, ob es für den Hund „lohnt“, sie zu begleiten? Ich persönlich denke, Ihnen und dem Hund sollten minimal drei bis vier Wochen zur Verfügung stehen, den Urlaub auch gemeinsam zu geniessen. Beide, Mensch wie Hund, benötigen ca. eine Woche, um sich einzugewöhnen. Nach Erreichen des Urlaubsziels sollten Ruhe und Gelassenheit dem Hund inneren Halt vermitteln – etwas, das bei Kurz-Urlauben nicht möglich ist. Der Rückflug nach dem Urlaub in den Alltag und die Umstellung zu Hause gehen dann wieder sehr schnell.
Er
soll mit.......
Fiffi
darf mitfliegen, was muss beachtet werden? Eine Abstempelung des Impfeintrages durch den Kreisveterinär bis spätestens 5 Tage vor Abflug wird fast überall gefordert. Sollte es nicht erforderlich sein, lassen Sie es trotzdem abzeichnen: zusätzliche Stempel wirken im Ausland immer besser und seriöser....... Ich persönlich benutze seit Jahren ein dreisprachiges Formular, dass ausgefüllt vom Kreisveterinär abgezeichnet wird. Es hat sich gezeigt, dass die meisten Kontrolleure darüber sehr froh sind, da z.B. ein Zöllner mit dem Lesen eines Impfpasses meist wirklich überfordert ist. Ebenso ist jemandem aus dem aussereuropäischen Ausland der bei uns übliche Impfpass nicht geläufig, dieses Formular ist dagegen sehr übersichtlich. Sie können das im PDF.Format gelistete Dokument +hier einsehen oder +hier herunterladen:
Die
Gesundheits-Vorsorge:
Fiffi sollte einmal gründlich untersucht werden. Dazu gehört ca. 10 – 14 Tage VOR dem Tierarzttermin eine grosse Komplett-Entwurmung, also gegen Haken-, Band-, Peitschen- und Spulwürmer. Zwei Wochen später kann der Hund dem Tierarzt zum Blutdruck messen, zum EKG, zur Urin- und Blutuntersuchung vorgestellt werden. Ein sehr nervöser, immer aktiver Hund sollte durch den Tierarzt ein Beruhigungsmittel erhalten. Und zwar, wichtig: Eine Dosis zum „Blindversuch“ zu Hause und später, nach Berichterstattung, eine zweite Dosis einmal für den Hinflug und das gleiche für den Rückflug.. Einige Hunde fallen schon bei niedriger Dosierung wie tot auf ihrem Schlafplatz in 10stündigen Dornröschen-Schlaf. Andere bekommen eine dreifache Überdosis und kaspern immer noch umher. Es ist sehr hilfreich, zu wissen, wie der Hund auf das Medikament reagiert. Und gleich vorweg: Haben Sie keine Erfahrung mit einer Beruhigung (Sedation), so erschrecken Sie nicht, wenn der Hund Sie aus entsetzlich blutunterlaufenen „komischen“ Augen anschaut: Die Nickhäute fallen vor, der gesamte Gesichtsausdruck verändert sich. Ungewohnt, aber kein Grund zur Sorge. Auch eine starkes Zittern ist kein Grund zur Sorge. Zwar fällt die Körpertemperatur, aber die sehr entspannte Muskulatur versucht sich durch das Zittern, wieder „zusammen zu nehmen“.
Zu
einer Sedation während des Fluges: Nach der Medikation sinkt die Körpertemperatur des Hundes, falls das Frachtabteil nicht beheizt ist, kann der Hund unterkühlen. Für diesen Fall kann man allerdings mit Fleece-Decken in der Kiste , die warm und leicht sind, gute Vorsorge treffen. Der Blutdruck sinkt ebenfalls, es kann zu Kreislaufproblemen kommen. Es kann vorkommen, dass sedierte Hunde aggressiv reagieren. Sollte ein neugieriger Flughafen-Besucher beim einchecken den Finger durch die Gittertür stecken, kann der sonst so friedliche Fiffi schon einmal leidenschaftlich zupacken! Nach „ausschlafen“ des Mittels verliert sich diese Eigenschaft. Nur: Sollten Sie zwei Hunde in einem Käfig befördern, verzichten Sie auf alle Fälle auf Medikamente, um Meinungsverschiedenheiten zwischen den Hunden vorzubeugen. Die Entscheidung, ob Sedation oder nicht, muss der Besitzer alleine fällen . Bei einem nervösen Hund, der voll Unruhe stundenlang zum Kläffen neigt, ist eine Beruhigung wesentlich besser und schonender für das Tier. Ich persönlich habe viele Jahre alle unsere Hunde unter Höchstdosis befördert, es gab nie Zwischenfälle.
Es
muss lediglich beachtet werden, dass nach Ankunft am Ziel die Blase
durch die Entspannung u.U. nicht korrekt schliesst, der Hund also
sofort hinaus gelassen werden sollte zum urinieren und er im anschliessenden
Schlaf am Zielort unter sich machen kann.
Es
gibt die Käfige in sechs unterschiedlichen Grössen. Ich rate
dringend dazu, grosszügig zu bemessen. Einer unserer Hunde,
ein 24kg schwerer Collie, flog sieben Jahre unbehelligt in einer Grösse
Nr. 5-Kiste. (102
x 69 x 75 / LxBxH). Nun auf einmal befand ein Veterinär in
London, die Kiste sei zu klein. Ohne mit uns Kontakt aufzunehmen,
wurde die Box gegen eine Kiste Marke Eigenbau ausgetauscht. Die Holzkiste
wiegt einen Zentner, sie wäre wunderbar als Auslauf für Glucken mit
Küken oder auch einen Gorilla geeignet, so gross ist sie.
Die eigene Kiste wurde also ohne unseren Collie weitergeschickt, er sass derweil in der Riesenbox, für deren Transport wir freundlicherweise nicht die erhöhten Gebühren zahlen mussten, wohl aber für ihren Kauf. Und da wir in Zukunft nicht dieses unpraktische Teil befördern wollen, kommt nun noch der Kauf der grösseren Vari-Kennel-Box hinzu. Also noch einmal mein Rat: vermessen Sie ihren Hund vom Boden bis zur höchsten Ohrspitze, fügen sie 5 cm hinzu und treffen Sie Ihre Wahl zwischen den unterschiedlichen Höhen der Boxen. Von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze die gleiche Prozedur, nur hier sollten ca. 10 cm addiert werden. Die Hunde müssen sich bequem drehen können, sie sollen ohne abgeknickte Läufe liegen können, und wenn sie stehen, sollten 5 cm Abstand bis zur Decke sein. Alle Tiertransporte werden nach den Bestimmungen der IATA (International Air Transport Association) durchgeführt. In einem 300-Seiten-Handbuch wird verbindlich für alle Tierarten geregelt, wie die Beförderung auszusehen hat. Ausserdem gibt es für jeden Flugzeugtyp Bestimmungen, die regeln, wie viele oder ob überhaupt Tiere an Bord, bzw. den Frachtraum gebracht werden dürfen. Tiere heissen im Fachjargon AVI (live animals). Es kann vorkommen, dass einige kleinere Flugzeuge über keine beheizten „AVI-Bays“ verfügen. Auf den meisten websites der unterschiedlichen Fluglinien kann man diese Informationen abrufen. Man kann sehen, für welchen Flug welche Maschinen eingesetzt werden, man sieht, was die Maschinen bereithalten und man kann per Anfrage an die entsprechende Fluglinie in Erfahrung bringen, wie viel Hunde oder andere Tiere insgesamt auf diesem Flug erlaubt sind.
Bloss,
weil man selber nur z.B. einen Hund transportiert, heisst es nicht,
dass andere Leute nicht schon für ihre eigenen Tiere gebucht haben
und auch schon die Zusage haben, dann ist der zur Verfügung stehende
Platz durch frühe Buchung anderer also schon vergeben..... Aber zurück zum Käfig: Sie haben also Ihr Modell gekauft, der „nackte“ Käfig steht vor Ihnen. Würde man den Hund darin verladen, so würde er bei jeder Schräglage (auf dem Rollband etc.) in die tiefste Ecke rutschen, versuchen, wieder Fuss zu fassen, die Krallen ausfahren und noch mehr rutschen und letztendlich in Panik geraten. Ausserdem befinden sich vier Vertiefungen nach innen gehend im Käfigboden, die das Liegen sehr unbequem werden lassen. Sie dienen dazu, ein Übereinander-stapeln der gleichen Käfiggrössen zu ermöglichen. Die Verkäufer der Vari-Kennel bieten zusätzlich eine sogenannte Anti-Rutsch-Matte zum Kauf an. Vergessen Sie sie. Es ist ein dünnes Stück Gummi, dass unter den Krallen genau so verrutscht wie alles andere.
Wir
haben für unsere Käfige eine andere Lösung entwickelt: Vom Tischler
(oder selbstgesägt) wird eine absolut passgenaue dünne Sperrholzplatte
in den Boden eingepasst, sie liegt dann auf diesen vier Vertiefungen
(oder Erhöhungen – je nachdem, wie man es betrachtet). Diese Platte
bekommt darüber, ebenfalls passgenau, ein Vet-Bed oder Soft-Bed oder
Trockenbett. Je nach Hersteller unterschiedlich benannt. Sie finden
sehr preisgünstige Angebote unter
+
http://www.barabas-online.de
Jetzt werden Platte und Vet-bed mit Hilfe von Rundkopf-Vierkantschrauben und Unterlegscheiben innerhalb dieser vier Vertiefungen befestigt. Oben liegt der Hund auf den Rundköpfen und nichts drückt, unten versinken die auf das Gewinde aufgedrehten Muttern innerhalb dieser Aushöhlung und behindern nicht den Käfig, der meistens geschoben wird. Ein Tipp: Die Flugzeuge vibrieren sehr stark. Die Muttern neigen dazu, sich zu lösen. Drehen Sie zwei Muttern übereinander, die letzte als sogenannte Kontermutter mit einem kleinen internen Sicherheitsring, der das Lösen verhindert. Nun liegt der Hund also auf einer relativ weichen Unterlage, die Holzplatte verhindert, dass Bodenkälte z.B. aus der Halle an das Tier gelangen kann und zu guter Letzt: Sollte der Hund „unter Druck“ sein und in den Käfig urinieren müssen, so ermöglicht das Vet-bed stets trockenes Liegen und der Urin kann unter die Holzplatte laufen, wo er keinen Schaden anrichten kann. Die Innen-Einrichtung: Um dem Hund ein gutes Gefühl während der Reise zu geben, sind einige Dinge im Innenbereich nötig. Natürlich zu aller erst einmal Wasser. Der Vari-Kennel wird mit einem kleinen einhängbaren Wasserschälchen aus Plastik geliefert. Ein Teil meiner Hunde zerlegt diese regelmässig in viele Kleinteile. (Dadurch können sie vorhandenen Stress abbauen). Diese Hunde bekommen einen Metallnapf mit einem sicheren Einhäng-Clip in den Draht der Tür gehängt. Es handelt sich hierbei um Futternäpfe für Papageien, die also auch am für sie bestimmten Einsatzort einiges auszuhalten haben.... Der Rest der Truppe hat also dieses Plastik-Schälchen. Egal, welch Behältnis, ich gehe bei beiden Varianten gleich vor: Ich friere sie nämlich mitsamt dem Wasser ein!! Ein reisender Hund wird zum Zeitpunkt des eincheckens noch genügend Wasser im Auto gehabt haben, er wird sicher auch noch einmal auf dem Flughafen getränkt werden. Da die Hunde aber aufgeregt sind (wie auch ihre Menschen), trinken sie in der Regel keinen Tropfen. Wenn der Frachtdienst nun die Hunde abholt und in die Gepäckhallen im Keller bringt, so laufen sie evtl. dort, spätestens aber am Flugzeug über Rollbänder. Die Käfige haben Schieflage. Und schon dort kann das Wasser in den Schälchen komplett verschüttet gehen. Nicht bei meinen Hunden: Bis die tiefgefrorenen Näpfe aufgetaut sind, vergeht eine ganze Weile. (Zumindest, wenn der Halter sie bis zum Flughafen entweder in einer Kühlbox transportiert hat, die er Begleitern wieder mit nach Hause geben kann – oder, wenn niemand dabei ist, die Näpfe in vielen Eisstücken in Plastiktüten transportiert hatte, die er einfach in ein Waschbecken entsorgt). Einer unserer Hunde ist Diabetiker und braucht mehr Wasser unterwegs. Dafür habe ich mir etwas anderes ausgedacht: Ich kaufe ein Getränk in einer Plastikflasche, leere es aus, fülle die Flasche mit Wasser, friere sie ebenfalls ein und pieke morgens am Flughafen mit einem mitgebrachten Nagel wahllos einige Löcher in sie hinein. Ich befestige sie mit flexiblen Drähten, die man auch für Pflanzen benutzt, ebenfalls an der Tür. Nun schwitzt die Flasche erst einmal, bevor das Wasser in ihr taut. Das getaute Wasser tropft dann auch sehr langsam durch die Löcher. Das heisst, der relativ kleine Hund hat über Stunden die Möglichkeit, an Flüssigkeit zu gelangen. Und das Tauwasser nässt nichts durch, da es UNTER der Sperrholzplatte gesammelt wird. Praktisch, nicht? Nun aber weiter: Der Hund sollte je nach Vorliebe viel weiches Material zum Nest bauen haben, oder wenn es ein Fliesen-Kaltschläfer ist, nur das fixierte Vet-bed. Unsere Hunde haben in ihren Körben dicke Feder-Kopfkissen liegen, diese habe ich früher in die Boxen gelegt, was auch gerne zum kuscheln angenommen wurde. Bis auf einen Hund: Er entschloss sich, seinen Frust etwas abzubauen und zerlegte das Kissen in seine Bestandteile. Was meinem Mann einen Ausruf im Flughafen in Reykjavik einbrachte, was jeden Hundebesitzer natürlich erst einmal nahe an eine Ohnmacht bringt. Der erste Gedanke: Oh Schreck, es ist was mit den Hunden...... Das er lediglich dazu verdonnert wurde, die halbe Frachthalle samt des Käfigs zu reinigen machte die Sache aber auch nicht schöner. Haben Sie eine Ahnung, WIE VIELE Federn in einem Kopfkissen enthalten sind????? Die Hunde, die gerne kuscheln, bekommen Fleece-Decken mit in den Käfig, einige haben bevorzugte Spielzeuge, die reisen natürlich ebenfalls mit. Was aber alle bekommen sollten: Ein bereits vom Rudelführer getragenes T-Shirt oder Unterhemd. Es kann auch mehrere Nächte mit im Bett gelegen haben, der Hund ist in jedem Fall glücklich und geborgen.
Die Aussen-Dekoration:
Die Flugbox sollte in jedem Fall einen SEHR gut haftenden Aufkleber auf dem „Deckel“ festgeklebt haben, der Auskünfte über Herr und Hund gibt. Diese Aufkleber kann man in Computer-Läden machen lassen, die auch Autobeschriftungen herstellen. Sie verwenden eine Folie, die so leicht durch nichts zu vernichten ist. Wenn man diese dann noch mit Hilfe eines Backspachtels aus der Küche und mit heisser Luft aus einem Föhn anreibt, halten sie Jahre. Der Text auf der Folie sollte zumindest den Hunde-Namen, die Route mit Zwischenlandungen und den Besitzer-Namen enthalten. Ich würde nicht mehr drucken lassen. Es wird unübersichtlich für die Leute im Fracht-Terminal, und potentielle Einbrecher, die die Flughäfen durchstreifen, werden fündig in Bezug auf leerstehende Häuser. Zusätzlich kommt von der Fluggesellschaft der Ausdruck mit Ziel etc. auf die Kiste. Ich selber habe in einer Ausweishülle DIN A5 immer noch Angaben wie: im Notfall welche Tel.-Nr. anrufen, Alter des Hundes, Eigenschaften des Tieres, Futter- oder Tränkwünsche (KEINE!!) etc. Und zu guter letzt tragen unsere Hunde alle zwei Anhänger an ihrem Halsband: einen mit der Tel.-Nr. aus Deutschland (die weiterhin besetzt ist!) und einen mit der Tel.-Nr. im Zielland. Beide Anhänger haben jeweils den Hundenamen zusätzlich graviert. Das ist zwar nur für den Fall der Fälle, aber es konnten schon Tiere aus ihren Boxen entweichen, besonders wenn diese einmal von einem Wagen fielen, und wer will auf riesigen Flughäfen jemals den Besitzer wiederfinden? Ich denke, die Punkte um die Ausstattung wären damit abgehandelt, in der nächsten Folge geht es weiter mit der Buchung.
+ zum Anfang Teil 1: Die Vorbereitungen + zum Anfang Teil 2: Die Buchung
Der erste Schritt:
Sollten Sie vorhaben, einen Charterflug zu buchen, so ist es leider nicht möglich, den Hund mitzunehmen. Chartergesellschaften lehnen die Mitnahme von Tieren fast generell ab. Das mag erstens mit der Furcht vor hohen Schadensersatzforderungen zusammenhängen (im schlechtesten Fall nach Tod des Hundes), zusätzlich kann es aber auch sein, dass die Frachträume keine Möglichkeit haben, beheizt zu werden (aus Kostengründen).
Sie
buchen also einen Linienflug und möchten Fiffi, der schwerer
als max. 7 kg ist, mitnehmen. Dann steht es Ihnen frei, ihn als zusätzliches
Gepäckstück anzumelden. Zwar schon als AVI (Tiertransport),
aber sozusagen parallel mit Ihren Koffern. Der Flugkäfig oder
Kennel wird genau wie die Koffer ins Flugzeug eingeladen, meist zum
Schluss, damit er als erster wieder ausgeladen werden kann. Als Gepäckstück
heisst nämlich auch, dass die Ausgabe nach der Landung relativ
schnell vonstatten zu gehen hat.
Ihr
Reisebüro wird also jetzt Ihre Flugstrecke näher unter die
Lupe nehmen und bei der entsprechenden Airline die Reservierung für
den Kennel vornehmen. Steigen Sie unterwegs um und wechseln womöglich
auch noch die Fluggesellschaften, muss natürlich bei jeder einzelnen
angefragt werden, muss koordiniert werden, ob zum Beispiel kleinere
Anschlussmaschinen eine Box der Grösse "Giant/Riese"
unterbringen können.
Wichtig
für Sie: 1. Informieren Sie sich über die Cooperation der
einzelnen Fluggesellschaften untereinander 2. Finden Sie im Internet
heraus, wie der Flughafen (am besten alle Flughäfen, die Sie
ansteuern) gebaut ist. Wenn es mehrere Terminals sind, haben Sie Nummern
von Portern/Gepäckträgern vorrätig, buchen Sie auf
Verdacht einen.... Gehen wir einmal davon aus, Sie haben durch Ihr Reisebüro die Zusage erhalten, den Hundekäfig mitzunehmen. Dazu waren im übrigen die genauen Aussenmasse des Käfigs, sein Eigengewicht sowie das Gewicht des Hundes erforderlich. Vorteil des Gepäck-Status:
Sie
haben meist die Möglichkeit, dass Hundeticket vorab zu kaufen.
Nachteil des Gepäck-Status:
Sie
müssen sich an bestimmte Vorgaben halten. Reisen Sie mit drei
Hunden, kann es sein, dass Sie keine Erlaubnis als Gepäck erhalten,
sondern als Fracht befördert werden müssen.
Die Fahrkarte:
Je
nach Fluggesellschaft haben Sie die Möglichkeit, eine "Fahrkarte"
vorab zu lösen oder aber am Reisetag am Schalter. Kaufen Sie
je nach Devisenstand entweder schon "hin und zurück"
oder nur den Hinweg. Die Rückfahrkarte aus Nordamerika ist oftmals
günstiger als auf deutschem Boden. Deshalb auch mein Tipp mit der sehr ordentlichen und gut leserlichen Beschriftung der Kiste. Mag dann im Notfall vielleicht noch einer der Verlade-Arbeiter über die Diskrepanz der Angaben stolpern.....
Die Preise:
Die
Preise bei der "Gepäckklasse" variieren sehr. Es hat
nichts mit der Strecke zu tun, jede Gesellschaft scheint einen "eigenen"
Tarif zu berechnen.
Fiffi auf dem Schoss: Sollten Sie das grosse Glück haben, einen Hund zwischen 5 und 7 kg Gewicht Ihr eigen nennen zu können, dann sollen Sie sehr rechtzeitig einen Platz für "in der Kabine als Begleithund" buchen. Hier ist meist nur ein Tier (Katze oder Hund) im Fahrgastraum zugelassen, wer zuerst bucht, mahlt zuerst....
Das
Transport-Behältnis sollte eigentlich aus wasserundurchlässigem
Plastik sein, also eine Art Kennel in klein und flach. Das ganze sollte
dann noch UNTER den Vordermann-Sitz zu schieben sein. Der Hund, der
dort hinein passt, muss also winzig sein.
+ zum Anfang Teil 1: Die Vorbereitungen + zum Anfang Teil 2: Die Buchung
Als Frachtgut/Cargo im Frachtraum:
Ich denke, den meisten Hundehaltern geht es wie mir: der Begriff CARGO
löst nicht die besten Assoziationen aus.....??? Leider gibt es Fluglinien, die Tiere NUR als Cargo transportieren. Aber was genau heisst es eigentlich?
Es
beginnt damit, dass die Hunde in einer speziellen Halle des Flughafens
aufgegeben werden müssen. (Nicht wie bisher beschrieben im Hauptgebäude
und auch nicht eingecheckt am Schalter, um dann in der Abteilung "Übergrösse/
Gepäck" aufgegeben und vom Personal abgeholt zu werden).
Zum einchecken des Käfigs ist eine ganze Menge Papierkram erforderlich. Der Impfpass wird (MUSS!!) abgegeben werden, damit an den Zwischenstationen oder am Ziel kontrolliert werden kann, ob die Impfungen in Ordnung sind. Etwaige Regelungen werden notiert, der Preis, der sich aus der Grösse des Käfigs (m³) und des Gewichtes des Hundes zusammensetzt, wird bar vor Ort kassiert. Der Preis für Fracht ist immer höher als der für Gepäck.
Die
Flugroute des Hundes kann zeitlich von der des Besitzers, der unter
Umständen geplant hatte, im gleichen Flugzeug zu sitzen, stark
abweichen. Der Grund dafür ist: Cargo (wie Fracht genannt wird)
ist nur Gepäck ZWEITER KATEGORIE! Ist also eine Maschine mit
Urlaubern gefüllt, die alle Zusatzgepäck gegen Bezahlung
des Übertarifs einchecken, so kann es sein, dass der Hundekäfig
erst auf die nächste Maschine geladen wird, da in dieser kein
Platz mehr vorhanden ist. Reines Gepäck (meist zwei Teile + Handgepäck)
hat also immer Vorrang vor Fracht. Wie bereits erwähnt, geht der normale Flughafen-Cargo-Dienst davon aus, dass Person A etwas zu Person B schickt. Die Cargo-Abteilung benötigt also eine Adresse am Ziel mit Telefon Nummer. Diese Person wird kontaktiert, um sicherzustellen, dass ankommende Fracht auch abgeholt wird. Die Version, dass Hunde die Besitzer sozusagen parallel begleiten, ist nicht in der Planung. Da beginnt das Problem......
Sollte
ein Paar seinen Hund nun am Abreisetag per Fracht aufgeben wollen,
so hat es die Möglichkeit, diesen Vorgang 14 Tage vor Abflug
anzumelden. Dazu kontaktiert man die Frachtabteilung des betreffenden
Flughafens.
CARGO bestätigt, Hund in der Luft:
In
diesem Fall wird der Hund bei einem evtl. Zwischen-Aufenthalt und
Weiterflug mit einer anderen Gesellschaft ausgeladen und - so vorhanden
- in das Tiercentrum des Flughafens gebracht. Frankfurt und London
haben solche Stationen, zu anderen Städten sollte sich der Halter
Erkundigungen über das Internet einholen.
Die
einzelnen Linien untereinander verlangen einen Minimum-Aufenthalt
für Cargo von vier Stunden zum verladen. Und trotzdem kann es
vorkommen, dass man am Ziel seine Hunde abholen möchte und sie
FEHLEN, weil es jemand in VIER STUNDEN nicht geschafft hat, die Kisten
zu verladen! Diese Schrecksekunde ist für den Halter entsetzlich.
Kann es doch heissen, es ist etwas passiert. Es kann aber auch heissen,
jemand hat Blödsinn gemacht und die Hunde zur Maschine nach Kualalumpur
gebracht..... Da gilt es wirklich, die Nerven zu behalten, sich in
dem Frachtbüro die zuständige Tel-Nummer im Ausland geben
zu lassen, ein gutes Handy mit genügend Einheiten zu besitzen
und zu forschen. Wenn man dann hört, die Hunde sind wohlbehalten
im Tierzentrum und kommen am nächsten Tag, ist man fast schon
dankbar.....
Der Hund ist gelandet:
Aber nehmen wir einmal an, Ihr/e Hund/e ist/sind gelandet. Sie werden
in Erfahrung bringen, wo Cargo abgeholt werden kann, bekommen dann
dort vor Ort viele Papiere, müssen mit denen zum Zoll, werden
überprüft, gehen weiter zur Inspektionsstelle für Lebensmittel
und legen auch hier alle Papiere vor. Meist werden die Dokumente zügig
ausgefüllt, Sie müssen dann lediglich bezahlen. Und da ist
es, je nach Ziel-Land, von Vorteil, wenn man bereits die dortige Währung
in Münzen und kleinen Scheinen in der Tasche hat. Denn gibt es
keine Wechsel-Möglichkeit für Ihren grossen Geldschein oder
keine Kreditkarten-Bezahlung, wird man Ihre Hunde nicht herausgeben.....Sie
müssen, je nach Land, mit Inspektionskosten von ca. 20 Euro pro
Hund rechnen.
Bonusmeilen für fliegende Tiere Richard Branson, Chef der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat ein neues Geschäftsfeld entdeckt. Er will vielfliegende Haustiere belohnen.
London
- "Da wir annehmen, dass Haustiere nun regelmäßig
mit uns fliegen, werden wir einen speziellen 'Pet Miles'-Bereich in
unserem Vielflieger-Club einrichten", sagte Branson laut Pressemitteilung.
Seinen Worten zufolge sprechen Manager von Virgin Atlantic bereits
mit mehreren Partnern, um Hunde und Katzen im Austausch der Meilen
mit Schönheitswochenenden zu verwöhnen. Für die neue Reisefreiheit müssen die Katzen und Hunde allerdings mehrere Bedingungen erfüllen. Sie brauchen zum Beispiel einen Haustier-Reisepass nach neuem Muster, einen Microchip im Ohr, eine Impfung gegen Tollwut und einen Bluttest.
zum
Originalartikel:
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