Hundevermittlung 2024





 

 

               
Willy  

Gestern Abend haben wir ausgiebig Zeit miteinander verbracht.
Ich mag ihn einfach zu gerne und ich habe mir eine halbe Extra-Stunde abgeknapst.
Er liebt es, wenn ich neben ihm sitze, ganz sanft und vorsichtig sein Gesicht streichele und ihm etwas erzähle. Als ich aufstehen wollte, bemerkte ich seine Niedergeschlagenheit, schaute ihn lange an und erfuhr, dass er so sehr, sehr gerne ein eigenes Zuhause bei ganz lieben, älteren Menschen hätte. Bei Menschen, die ihn jeden Tag und Abend beim Fernsehen oder Lesen neben sich haben möchten, die Spaziergänge mit ihm machen und ihm einfach ein tiefes Gefühl der Geborgenheit vermitteln.

Ich sprach ihm Mut zu und sagte, dass alle Hunde ein eigenes Heim finden würden.   Er drehte sich weg und murmelte bekümmert, dass das leider nicht auf ihn zutreffen würde. Die Menschen nehmen keine älteren -  und erst recht keine kranken Hunde zu sich. Ich dachte an unseren Routine-Besuch beim Tierarzt und das Resultat der Untersuchung: Blasenkrebs.   Wir waren alle völlig geschockt.
Nun war dieser wunderbare freundliche Hund dem rumänischen Tierheim entronnen, hatte sich hier bei uns trotz lautem und hektischem Umfeld gut eingelebt und jetzt dieses Ergebnis!
Ich würde am liebsten eine große Anzeige in jeder der viel gelesenen Zeitungen schalten wollen und dort ganz einfach das Kind beim Namen nennen:

Jeder Hund hat ein Anrecht auf einen liebevollen Platz bei rücksichtsvollen, fürsorglichen Menschen – egal, wie alt oder jung, gesund oder krank er ist! Es kann doch nicht sein, dass so viele Menschen, die sich für   Tierfreunde halten,  immer wieder nur nach jungen, gesunden und möglichst blond gelockten Tieren Ausschau halten!   Dass sie diese Wünsche - ja fast Forderungen - ohne Scham und ohne Hemmungen aussprechen mögen.

Ich wünschte mir so sehr,  Menschen zu kennen, denen alle äußeren Umstände eines lieben Hundes egal sind und die einfach nur helfen wollen und uneigennützig einen liebevollen Hospiz-Platz  anbieten möchten.

Ich tröstete ihn, streichelte seine Ohren und versprach sehr eindringlich, dass ich mich in jedem Fall bei allen Freunden und Bekannten umhören würde. Vielleicht hat jemand eine Idee, könnte eventuell sogar selber ein Heim bieten.

Sie fragen sich, von wem ich die ganze Zeit gesprochen habe?

Es handelt sich um unseren allerliebsten Willy!

Er ist eine Seele von einem Schäferhund-Mix und wir alle haben ihn lieb gewonnen. Willy wurde aus besagtem, rumänischem Tierheim gerettet. Er kam verschüchtert zu uns und brauchte ein wenig Zeit, bis er sich an die ihm fremde Umgebung gewöhnt hatte. Er ist ein 25 kg leichter, 8-jähriger, kastrierter Rüde, der mit jedem gut Freund wurde. Wir hofften, er würde bald sein eigenes, deutlich weniger stressiges Zuhause finden.

Aber nicht alle Hunde haben einen Platz auf der Sonnenseite und es änderten sich mit der erhaltenen Diagnose seine Chancen aufs eigene, liebevolle Heim.  Natürlich weiß niemand, wie lange Willy noch leben wird, aber diese Information haben wir bei keinem Hund.

Mein Tierarzt hat mir von einem Rüden erzählt,  bei dem vor fünf Jahren die Diagnose Blasentumor gestellt wurde -  dessen Besitzerin ihn jedoch keinesfalls gehen lassen wollte und der aktuell immer noch Patient in der Praxis ist.  Das einzige, was wir uns jetzt wünschen, ist ein liebevoller Platz für einen liebenswerten und unkomplizierten Hund, der behütet und verwöhnt werden soll.

Willy ist ein sehr menschenfreundlicher Hund, der sich auch mit allen  bereits im neuen Heim vorhandenen Hunden vertragen würde. Er entdeckt auf Spaziergängen aufgeweckt und interessiert seine Umwelt und ist gerne in der Natur unterwegs. Er liebt es, sich  seinen Bauch von der Sonne wärmen zu lassen.



Die einzige Besonderheit, die er zeigt: er mag nicht gerne am Körper berührt werden. Er würde nicht beißen oder schnappen, aber er weicht schnell aus.  Wenn Sie also nicht unentwegt einen Hund kraulen und streicheln müssen, sondern ihm in aller Ruhe seine Eigenart zubilligen, wäre Willy glücklich.

Nachdem er uns alle kennengelernt hat, haben wir, bzw. seine Lieblingsmenschen, die Möglichkeit, ihn sanft im Kopfbereich zu berühren und zu streicheln. Willy wird durch ruhiges Verhalten sicher schnell lernen, dass er nichts zu befürchten hat und Berührungen angenehm sind.

 

Wir würden uns so sehr für unseren Willy freuen, wenn jemand diesen Text liest und sich entschließt, Willy zu besuchen, mit ihm spazieren zu gehen und letztendlich bereit ist, diesem Hund einen warmen und liebevollen Platz zu schenken.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich für Willy bewerben würden  -  unter
e-mail:
info@hundshuus.de

 

 

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