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Jamie
* 2007 – ca. 70 cm – kastriert – entwurmt und geimpft - gechippt
Eine durchaus löbliche
Angelegenheit, wenn sie mit Verstand, noch wichtiger aber auch mit
System und guter Koordination, vor allen Dingen aber Sachkenntnis
durchgeführt wird. Jamie wurde aus Polen gerettet. Er kam in eine Pflegestelle, die er jedoch verlassen
musste, um dann erneut in einer anderen Pflegestelle zu landen. Bei der
dann anschliessenden neuen Besitzerin hat er eine ganz besondere
Behandlung bekommen: Nachdem der arme, lauffreudige Rüde stundenlang im
Garten angebunden wurde und sich mit lautem Gebell Luft machte, wurde
die Haltung des Hundes überdacht und die Besitzerin entschloss sich,
Nägel mit Köpfen zu machen und von Stund` an den Hund 1. an die Heizung
zu binden, den Raum abzudunkeln und
ihm sehr effektiv 2. das Maul zuzubinden.
Es war Ruhe! Allerdings eine
derartig auffällige Ruhe, dass Nachbarn der Hundehalterin auf die
Zustände aufmerksam wurden und mit Hilfe von Hanne und ihrem Mann
(Hundshuus-Leser) eingriffen. Der schwache, unterernährte, von oben bis
unten mit stinkendem Urin eingenässte Rüde kam als Pflegehund zu Hanne
und ihrer Familie, was auf ihrer website unter diesem Link ->
http://www.unsere-vier-vierbeiner.de/news.html ( und dann unter dem
Link „April“ ) nachzulesen ist.
In diesem bedauernswerten Zustand wurde Jamie gerettet Aber Strich unter bisher gewesenes und damit ein neuer Start in Jamies Leben. Der vier Jahre junge Hund nimmt langsam zu, ist bereit, Katz`und Hund in seinem Pflegezuhause zu akzeptieren und wäre alles in allem ein unauffälliger Hund, wenn er nicht auf Grund des enormen Stresses, den er am Heizkörper erdulden musste, sich zwei Dinge angenommen hätte: 1. kann er zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs alleine bleiben und 2. beginnt er in
aufkeimender Panik sofort, sich wie wild im Kreis zu drehen und so
seinen Stress abzureagieren. Beides keine
Eigenschaften, die ihn sein Leben lang begleiten werden, aber zur Zeit
wird noch (mit guten Erfolgen) daran gearbeitet, ihm sein Grundvertrauen
zurück zu geben und gleichzeitig seine immer weniger auftretenden
„Anfälle“ abzublocken.
Jamie ist ein guter
gehorchender, sehr bewegungsfreudiger langbeiniger Hund, der die
Rassenbezeichnung „Dobermann-Mix“ in seinem Impfpass stehen hat. Aber
ich vermute mal, dass hier kräftig geraten wurde, denn ich persönlich
sehe keine Anzeichen für diese Rasse bei ihm. (Unser dobermännisches
Anschauungsobjekt liegt neben mir, es gibt für mich keine Parallelen)
Jamie ist im Wald abrufbar, wenn man ein guter
Beobachter seiner Hunde ist und ein aufkeimendes Interesse an Spuren und
Gerüchen sofort erkennt.
Das Laufen an der Schleppleine macht Jamie aber kein Unbehagen, insofern
kann man auch auf Nummer Sicher gehen und ihn entsprechend gesichert
führen.
Anderen Hunden gegenüber verhält er sich neutral bis
freundlich, bei manchen Spaziergängern jedoch (Männern und einigen
Kindern) schlägt er an. Ein
Zeichen von Unsicherheit oder früheren Erfahrungen?
Um eine evtl. Erinnerung nicht erneut
zu beleben, wäre eine Vermittlung von Jamie in ein Umfeld mit grösseren
Kindern ab ca. 14-16 Jahren sinnvoll. Kleine Beutetiere wie Kaninchen,
Ratten etc. sollten ebenfalls nicht mit in seinem neuen Umfeld leben.
Wenn Jamie von
sportlichen, hundeerfahrenen Menschen adoptiert würde, dann wäre sein
Lottogewinn perfekt. Er ist ein begeisterter Schüler und lernt jeden
„Blödsinn“ schnell und nachhaltig. Zur Zeit wird in Richtung dogdancing,
aber auch in Richtung Beutesuche/mantrailing mit ihm geübt.
Sie können sicher
erkennen, dass bis auf die momentanen Verlassensängste hier ein Diamant
vor Ihnen steht. Wenn Sie die Rahmenbedingungen für diese hochbeinige
Hundeschönheit bei sich erkennen und an einem Treffen mit Jamie
interessiert wären, schreiben Sie bitte eine kleine Bewerbung, in der
Sie schildern, wie Ihr Umfeld aussieht und was Sie Jamie bieten könnten.
(info@hundshuus.de) Jamie befindet sich
im PLZ-Bereich 6366X – weitestgehend im nördlichen Frankfurter Raum. |
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