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Schubert
Wie viele Hände Schubert in seinem Leben schnell einmal
weitergereicht haben, wie oft er vielleicht ausgesetzt wurde, wir wissen
es nicht!
Aber das er definitiv von seiner letzten Besitzerin ausgesetzt
wurde, die ihn sich zwei Jahre zuvor aus einem Tierheim geholt hatte,
dass wissen wir ganz genau.
Es ist moralisch mehr als verwerflich, sich seines Tieres durch
Aussetzen zu entledigen. Besonders, wie im Fall von Schubert, der durch
Vernachlässigung und durch altersbedingte Einschränkungen in einem
erbarmungswürdigen Zustand aufgegriffen wurde.
Dieses Bild des Jammers war ausgemergelt,
verwurmt und derart stark
verfloht, das schwarze grindige Placken auf der haarlosen Haut sich bei
genauer Untersuchung als Berge von verklebtem Flohkot heraus stellten.
Fast zwei Wochen dauerte es, bis trotz sofort erfolgter Behandlung
endlich der letzte Floh aufgab und sein Leben aushauchte.
Schubert ist nun in einem weitaus
besseren Pflegezustand und beginnt, sein Leben zu geniessen und seine
Abenteuer zu vergessen.
Schubert ist ein Hound-Mischling. Zur grossen Gruppe der Hounds (engl.: Jagdhund), der meist in Meuten eingesetzten Jagdhunde gehören Fox-Hounds, Beagle, Bloodhounds und Otterhounds. Diese kleine Auswahl zeigt lediglich die mit der Nase arbeitenden Hunderassen. Eine weitere Untergruppe sind die Sicht-Jäger, zu denen u.a. auch die Irish Wolfhounds und Deerhounds gehören. Hounds haben eine andere Art der Lautäusserung als die meisten Hunde – sie haben eher einen Jodel-Heul-Ton als Kommunikationsmittel. Da die Hounds Meutetiere sind, tut man ihnen mit einer Einzelhaltung, womöglich noch in einer Stadt- oder gar Etagenwohnung, keinen Gefallen.
Auch Schubert, speziell nach diesen entsetzlichen Erfahrungen des
mutterseelenalleinigen Herumirrens, sucht Kontakt.
Er verbringt mittlerweile täglich ein paar Stunden im Büro der
Tierhilfe Wendland, indem er trotz der zwei Katzen, die dort leben,
meist sehr brav ist. Fühlt er sich allerdings sehr gelangweilt und
unbeobachtet, möchte er doch manchmal ein bisschen „Katzen-scheuchen“
spielen….
Schubert ist auf Grund seines Alters, das ca. 8-9 Jahre ist, im
Hören und Sehen eingeschränkt.
Bei ihm vertrauten Menschen gehorcht er allen Grundkommandos. Die
richtige Stimmlage – untermalt durch Gestik -
reicht
aus, ihn zu dirigieren.
Schubert ist nicht gerne weg-, bzw. eingesperrt, was aber auf
Grund anderer, nicht verträglicher Hunde vor Ort unumgänglich ist. Wird
er in sein eigenes Reich gebracht, weint er noch ein Weilchen, fügt sich
dann aber brav und nutzt die Ruhe für ein Schläfchen.
Regelmäßige Spaziergänge und Familienanschluss (gerne mit
älteren Kindern) sind für Schubert wichtig. Er ist freundlich zu
kleinen und grossen Menschen (wie fast alle Jagdhunde) und ist
begeistert, wenn seine Gassi-Gängerin mit ihm lange, schöne Spaziergänge
unternimmt. Schubert mag es gerne
bequem und sein immer noch dünner Körper liegt entspannt im weich
gepolsterten Hundekorb. Auch gegen reichlich gereichte Leckerbissen und
Kauknochen gibt es keine Einwände von ihm.
Was auch immer genetisch in
Schubert verankert ist, besteht kein Zweifel daran, dass er ein
Nimmersatt ist und bei Gelegenheiten auch zum Dieb werden würde.
Natürlich ist Schubert inzwischen gegen innere sowie äussere
Parasiten behandelt, er ist geimpft und gechippt und ebenfalls
kastriert, was einer Haltung als Zweit- oder Dritthund zu einer oder
mehrerer Hündinnen sehr entgegen kommt. Haben Sie einen warmen, weich
gepolsterten und leeren Hundekorb und zusätzlich ein grosses Herz?
Dann erbittet die Tierhilfe Wendland Ihren
Anruf unter |
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